Österreichische Doku portraitiert alternativen Konsum

Die Dokumentation „Zeit für Utopien“ soll uns mal wieder deutlich machen, dass es nur eine Erde für alle Menschen gibt. Das Streben nach Gewinn in kapitalistischen Wirtschaftssystemen lässt den Gedanken an die Umwelt zu oft in den Hintergrund rücken. Dass das aber nicht so sein muss, zeigt uns die Dokumentation von Kurt Langbein, die seit 20. April in den österreichischen Kinos zu sehen ist.

Wir können alle Gewinner sein! Lokal und international. Mensch und Natur. Langbein stellt vier Projekte vor, die Alternativen darstellen: die Produktion eines Smartphones, die auf menschenwürdige Herstellung setzt, einen effizienten und schadstoffarmen Wohnkomplex, eine ehemalige Unilever-Fabrik in Frankreich, sowie das Selbstversorgungssystem der Genossenschaft Hansalim für 1,6 Mio. Menschen in Südkorea.

Gerade die wirtschaftliche Ausbeutung der Natur und des Menschen, die nicht unmittelbar in unserem Lebensumfeld liegt, wird leicht ignoriert. Dennoch sind Investments in wirtschaftliche Projekte mit gesellschaftlichem Mehrwert  im Jahr 2016 um die Hälfte gewachsen – Impact Investing Network (GIIN). Doch Geld allein kann keine Probleme lösen. Sind wir bereit ernsthaft gegen den Klimawandel anzukämpfen und unseren verschwenderischen Lebensstil aufzugeben? Nein – kaum jemand ist das. Vielleicht trägt diese Dokumentation dazu bei, die Konsumwende endgültig einzuläuten. Denn, es ist Zeit für Utopien!

„Wir retten systemrelevante Banken, wir retten leider nicht systemrelevante Wälder und Eisberge.“

– Marc Baumann, SZ

 

Zeit für Utopien – Trailer