Was ist Aquaponic?

Konsumwende.at stellt das System Aquaponic in den Mittelpunkt des ökologischen Wandels. Aber was genau ist Aquaponic eigentlich?

Aquaponic verbindet die Aufzucht von Fischen und die Kultivierung von Nutzpflanzen. Sowohl Fisch als auch Pflanze profitieren von einem ökologischen Kreislauf, bei dem nichts verloren geht.
Somit kann auf kleinstem Raum, unabhängig von der Jahreszeit, eine Lebensmittelproduktion stattfinden, die ohne jeglichen Pflanzenschutz auskommt.

„Warum sollte ich Aquaponic kennen?“

Ein Grund dafür ist, dass heute schon jeder dritte Speisefisch aus einem Zuchtbetrieb stammt. Die meisten Aquakulturen sind offene Systeme, die sich direkt im Meer befinden. Fischkot und absinkendes Futter verschmutzen den Meeresboden unter den Gehegen. Krankheiten breiten sich aufgrund der geringen Fläche schneller aus. Auch Antibiotika werden eingesetzt.

„Wie funktioniert Aquaponic?“

aquaponics-erklarung

Die Ausscheidungen der Süßwasserfische dienen den Pflanzen als Dünger. Damit das funktioniert, helfen Bakterien. Diese wandeln das Ammonium im Fischkot in Nitrate um, die einen wichtigen Nährstoff für die Pflanzen darstellen. Die Umwandlung passiert im Biofilter – dort treffen die Exkremente auf die Bakterien, welche sich auf kleinen Kunststoffpartikeln befinden und wiederum das Wasser für die Fische klären.
Aquaponic steht fast allen Gemüsearten zur Verfügung – abgesehen von Kartoffeln und Karotten.

Filterung in kleinen und großen Anlagen

In kleineren Systemen kann das Wasser aus dem Fischtank über den Biofilter direkt zu den Pflanzen gepumpt werden. Feste Bestandteile der Fisch Exkremente können hier von Kompostwürmern verarbeitet werden.

Bei größeren Aquaponic-Anlagen bietet es sich an, ein System auf dem Boden des Fischbeckens zu installieren, das die Ausscheidungen der Fische sammelt, und zu einem Trommelfilter führt. Dieser trennt dann die feinen Partikel von den festen. Die Feinen bleiben im Kreislauf, die Festen werden als Dünger für die Landwirtschaft verwendet.

„Wie verbreitet ist Aquaponic heute?“

Die USA sind Marktführer, gefolgt von Australien und Neuseeland. In Europa gibt es Aquaponic nur vereinzelt. Zum Beispiel in Deutschland oder der Schweiz:
In Berlin betreiben die ECF Farmsystems eine Anlage auf einem ehemaligen Malzfabrik-Gelände. In der Schweiz findet man mitten in der Stadt Basel die Rooftop Farm von Urban Farmers. Aber auch in Österreich sind innovative Fischerzeuger gefragt: Gerade wegen des geringen Selbstversorgungsgrads von 30% bei heimischen Fisch und eines Importanteils von 94% des gesamten Inlandsbedarfs.

Alternative Produktion in Berlin verspricht höhere Effizienz

Die Aquaponic Farmer der ECF Farmsystems koppeln zwei Kreisläufe: Einmal den Aquakultur-Kreislauf für die Fische, und einmal den Hydroponic-Kreislauf für die Pflanzen. Der Vorteil: So können auf den jeweiligen Kreislauf optimierte pH-Werte eingestellt werden. Das Wasser kann trotzdem doppelt verwendet werden und die Ausscheidungen der Fische dienen als Dünger. Ob dieses System noch als Aquaponic bezeichnet werden kann ist allerdings fraglich.

Diskussion und Fragen

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Ein Gedanke zu „Was ist Aquaponic?

  • 3. Januar 2021 um 10:01
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