Energievernichtung: Bitcoin überholt 159 Länder

Sinnlose Energievernichtung. Der Bitcoin-Kurs hat sich den 7.000 Dollar wieder angenähert und befeuert private, sowie kommerzielle Mining-Aktivitäten. Allerdings steigt mit dem Kurs auch die Rechenkapazität, die wiederum einen höheren Stromverbrauch verursacht. 

Laut einer Schätzung von Power Compare ist der Stromverbrauch von Bitcoin Mining mittlerweile höher als der allgemeine Stromverbrauch in 159 Staaten. Der Anstieg aber hat auch signifikante Folgen für die Umwelt.

Jährlich 29,05 Terawattstunden Energievernichtung

Die beliebteste Kryptowährung verbraucht mit 29,05 Terrawattstunden sogar mehr Strom als die Slowakei (28,36 TWh). Damit überholt Bitcoin mit diesem Wert fast alle Staaten in Afrika und zwölf US-Bundesstaaten. Um auf Österreich aufzuschließen muss sich der globale Bitcoin Stromverbrauch allerdings noch mehr als verdoppeln. Vergleicht man den Ressourcenbedarf mit dem weltweiten Gesamtstromverbrauch, so liegt Bitcoin-Mining bei einem Anteil von 0,13 Prozent.

Verbrauch steigt um 30%

Laut dem Bitcoin Energy Consumption Index ist der geschätzte Stromverbrauch innerhalb nur eines Monats um 29.98% gestiegen. Interessant ist, dass der Kurs dabei um mehr als 40% gestiegen ist, was im Vergleich zum Energieverbrauch eine größere Steigerung bedeutet. Eine Studie der technischen Universität München berechnete für November 2018 einen jährlichen Stromverbrauch des Bitcoin-Netzwerks von rund 45,8 Terawattstunden – wenn man von der unteren Grenze der möglichen Spannbreite ausgeht. Um diesen Bedarf zu decken, müssen mehr als fünf Großkraftwerke das ganze Jahr hindurch auf Volllast laufen.

Umweltbelastung schwer zu beziffern

Nach Schätzungen von Alex de Vries basierend auf Daten eines mongolischen Bitcoin-Mining-Betriebs ist er überzeugt, dass eine Transaktion in etwa dem CO2-Ausstoß einer 200-Kilometer-Fahrt mit einem Hummer-Geländewagen entspricht.